StartRatgeberAnfragen im Handwerk

So kommen Anfragen rein, während du auf der Baustelle stehst.

Du stehst auf der Baustelle, deine Website nimmt Anfragen an. Was ein gutes Formular braucht, damit passende Aufträge reinkommen.

Branchen-Praxis · 5 Min. Lesezeit · Stand: Mai 2026

Vormittags auf dem Gerüst, nachmittags beim Kunden, abends die Rückrufliste: Wer im Handwerk arbeitet, kann tagsüber nicht ans Telefon. Die gute Nachricht: Deine Website kann das übernehmen. Sie nimmt Anfragen an, während du arbeitest, und auch dann noch, wenn du längst Feierabend hast.

01Warum das Telefon allein nicht reicht

Die meisten Aufträge im Handwerk beginnen immer noch mit einem Anruf. Das Problem: Anrufe kommen genau dann, wenn du sie am wenigsten brauchen kannst. Auf der Leiter, mit der Maschine in der Hand, beim Kunden im Gespräch. Der Anrufer landet in der Mailbox, und viele sprechen dort nichts drauf, sondern probieren einfach die nächste Nummer aus der Suche.

Dazu kommt: Selbst wenn du rangehst, ist der Anruf oft vage. „Was kostet ein neues Bad?“ lässt sich am Telefon nicht beantworten, ohne dass du Maße, Zustand und Wünsche erfragst. Das kostet Zeit, die du auf der Baustelle nicht hast.

Ein gutes Anfrage-Formular dreht das um. Der Kunde beschreibt sein Anliegen, wann es ihm passt, oft abends auf dem Sofa. Und du liest es, wann es dir passt, mit allen Infos auf einen Blick. Es geht nicht um mehr Kontakte, sondern um bessere.

02Die richtigen Felder: Das Formular fragt vor

Das Standard-Formular mit Name, E-Mail und einem leeren Nachrichtenfeld bringt dir genau die vagen Anfragen, die du vom Telefon kennst, nur schriftlich. Besser: Das Formular stellt die Fragen, die du am Telefon auch stellen würdest.

Merkliste: Das gehört in dein Anfrage-Formular.
· Was soll gemacht werden? Eine Auswahl deiner Leistungen statt eines leeren Felds.
· Wo? Postleitzahl oder Ort, damit du sofort siehst, ob der Auftrag in dein Gebiet fällt.
· Bis wann? Eine grobe Zeitvorstellung trennt Eilige von Planern.
· Wie erreichbar? Telefonnummer plus die Frage, wann ein Rückruf passt.
· Ein Freitextfeld für alles, was in keine Auswahl passt.

Wichtig dabei: nicht übertreiben. Jedes Pflichtfeld mehr ist eine Hürde, an der jemand abspringt. Frag nach dem, was du für eine erste Einschätzung wirklich brauchst, der Rest klärt sich im Gespräch.

03Fotos ersetzen den ersten Ortstermin

Das wertvollste Feld in deinem Formular ist der Foto-Upload. Ein Handyfoto vom tropfenden Anschluss, von der alten Treppe oder vom Sicherungskasten sagt dir mehr als drei Telefonate. Du siehst sofort, worum es geht, welches Material nötig ist und ob der Auftrag zu deinem Betrieb passt.

Mach den Upload freiwillig und schreib dazu, dass einfache Handyfotos reichen. Niemand soll erst die Wohnung aufräumen oder eine Kamera suchen. Zwei, drei schiefe Bilder genügen oft, um dir eine Anfahrt zu sparen, die sich vor Ort als unnötig herausgestellt hätte.

04Sag, was nach dem Absenden passiert

Nach dem Klick auf „Absenden“ darf keine Stille kommen. Eine kurze Bestätigung mit klarer Ansage nimmt den Druck raus: „Danke, Ihre Anfrage ist angekommen. Wir melden uns bis morgen Abend.“ Wer weiß, woran er ist, muss nicht parallel bei drei anderen Betrieben anfragen.

Und dann halte die Ansage ein. Beantworte Anfragen gebündelt, zum Beispiel jeden Abend eine halbe Stunde, statt tagsüber zwischen zwei Arbeitsschritten. Das ist ruhiger für dich, und der Kunde bekommt trotzdem genau das, was die Bestätigung versprochen hat.

Klingt eine Anfrage dringend, ruf kurz zurück. Für alles andere reicht eine ordentliche Antwort am Abend, gern mit zwei Terminvorschlägen für ein Gespräch oder einen Ortstermin.

05Unpassende Anfragen freundlich aussortieren

Nicht jede Anfrage ist ein guter Auftrag. Damit die unpassenden gar nicht erst reinkommen, muss deine Website klar sagen, was du machst und was nicht: welche Gewerke, welches Einzugsgebiet, welche Auftragsgrößen. Das klingt banal, fehlt aber auf erstaunlich vielen Handwerker-Websites.

Auch das Formular selbst filtert: Wenn die Leistungs-Auswahl nur das enthält, was du wirklich anbietest, sortieren sich viele falsche Anfragen von allein aus. Und wenn du auf Wochen ausgebucht bist, schreib es dazu. Wer das vorher weiß, ist nicht enttäuscht, und wer trotzdem anfragt, ist bereit zu warten. Das sind oft die besten Kunden.

06Fazit: Ein Abend Arbeit für ruhigere Tage

Du musst nicht erreichbarer werden, deine Website muss es. Ein Formular, das nach Leistung, Ort, Zeitrahmen und Fotos fragt, eine Bestätigung mit klarer Ansage und eine ehrliche Beschreibung dessen, was du anbietest: Mehr braucht es nicht, damit passende Anfragen reinkommen, während du auf der Baustelle stehst.

Der nächste Schritt ist einfach: Schick dir heute Abend selbst eine Test-Anfrage über deine Website. Wenn du dabei merkst, dass du als Kunde nicht wüsstest, was du eintragen sollst, oder dass nach dem Absenden nichts kommt, weißt du, wo du ansetzt. Und wenn du das nicht selbst bauen willst: Genau solche Formulare richten wir bei Apollon für Handwerksbetriebe ein, samt allem, was dazugehört.

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