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Agentur wechseln ohne Drama: Domain und Daten gehören dir.

Domain, Inhalte und Zugänge gehören deinem Betrieb, nicht deiner Agentur. Wie du in klaren Schritten wechselst, ohne dass Website oder E-Mail offline gehen.

Website · 6 Min. Lesezeit · Stand: Mai 2026

Der feste Ansprechpartner antwortet nicht mehr, kleine Änderungen dauern Monate, oder dein Anbieter gibt ganz auf: Irgendwann steht die Frage im Raum, ob deine Website woanders besser aufgehoben wäre. Viele Inhaber bleiben trotzdem - aus Sorge, beim Wechsel Website, Domain oder E-Mail-Adressen zu verlieren. Die gute Nachricht: Was du bezahlt hast, gehört deinem Betrieb. Wer ein paar Dinge in der richtigen Reihenfolge klärt, wechselt, ohne dass die Seite einen Tag offline ist.

01Was dir gehört - und was die Agentur behalten darf

Die Grundregel ist einfacher, als die Angst vermuten lässt: Domain, Inhalte und Zugänge gehören deinem Betrieb, nicht deiner Agentur. Deine Texte, deine Fotos, dein Logo, dein Google-Unternehmensprofil, die Anfragen aus deinem Kontaktformular: All das hast du bezahlt oder selbst geliefert, und all das nimmst du mit. Eine Agentur, die das anders sieht, sollte dir die Stelle im Vertrag zeigen können, an der du etwas anderes unterschrieben hast.

Ehrlich ist aber auch: Ein paar Dinge darf die alte Agentur behalten. Ihre eigenen Vorlagen und Designsysteme, selbst entwickelte Technik und gemietete Lizenzen für Schriften oder Stockbilder bleiben bei ihr. Läuft deine Website auf dem hauseigenen System des Anbieters, kannst du sie deshalb oft nicht eins zu eins umziehen - wohl aber alles, woraus sie gebaut ist: Texte, Bilder, Struktur und vor allem die Domain. Daraus entsteht der nächste Auftritt.

02Schritt 1: Prüfen, auf wen die Domain läuft

Die Domain ist der wichtigste Posten, denn an ihr hängt beides: deine Adresse im Netz und deine E-Mail-Postfächer. Wer als Domaininhaber eingetragen ist, hat die Kontrolle. Schau zuerst in Vertrag und Rechnungen: Taucht die Domain dort als eigene Position auf, und steht dein Betrieb als Inhaber drin? Wenn das nicht eindeutig ist, frag schriftlich bei der Agentur nach und lass dir bestätigen, auf wen die Domain registriert ist.

Läuft die Domain auf die Agentur, verlang die Übertragung auf deinen Namen oder, wenn du ohnehin wechselst, den Autorisierungscode für den Anbieterwechsel. Das ist ein normaler, alltäglicher Vorgang, kein Gefallen. Solange die Domain mitkommt, bleiben deine Web-Adresse und deine E-Mail-Adressen erhalten - egal, wer die Website künftig betreut.

03Schritt 2: Zugänge und Datenexport einfordern

Mach eine Liste, was rund um deine Website alles existiert: Hosting, das System hinter der Seite, die Domain- und E-Mail-Verwaltung, das Google-Unternehmensprofil, vielleicht ein Statistik-Tool oder ein Buchungsdienst. Zu jedem Punkt gehört ein Zugang - und der gehört in deine Hände, nicht nur in die der Agentur. Fordere die Zugangsdaten schriftlich an und ändere danach die Passwörter.

Merkliste: Das forderst du schriftlich an.
1. Bestätigung, dass die Domain auf deinen Betrieb registriert ist - oder die Übertragung samt Autorisierungscode
2. Zugänge zu Hosting, Website-System sowie Domain- und E-Mail-Verwaltung
3. Export aller Texte, Bilder und sonstigen Inhalte deiner Website
4. Zugriff auf das Google-Unternehmensprofil und alle Konten, die in deinem Namen angelegt wurden
5. Laufzeit und Kündigungsfrist deines Vertrags, schwarz auf weiß

Beim Datenexport gilt: lieber zu viel sichern als zu wenig. Auch wenn das alte System nicht mitkommt, gehören die Inhalte dir. Im Zweifel reicht für den Anfang sogar Handarbeit - Texte herauskopieren, Bilder herunterladen, jede Seite einmal als PDF speichern. Damit liegt alles vor, was für den Neuaufbau gebraucht wird.

04Schritt 3: Fristen prüfen und Übergabe regeln

Jetzt erst lohnt der Blick auf den Ausstieg: Welche Laufzeit hat dein Vertrag, welche Kündigungsfrist gilt, und was passiert laut Vertrag bei Vertragsende mit Domain und Daten? Kündige schriftlich und lass dir den Eingang bestätigen. Bewahre Vertrag und Rechnungen gut auf - sie belegen, was du bezahlt hast, falls es später Diskussionen gibt.

Die technische Übergabe musst du nicht allein stemmen. Der Anbieter, zu dem du wechselst, übernimmt den Domain-Umzug in aller Regel für dich; er braucht dafür den Autorisierungscode und deine Vollmacht. Wichtig sind die E-Mails: Postfächer vorher sichern und beim neuen Anbieter anlegen, bevor die Domain umzieht - dann kommen die Nachrichten nach dem Umzug ohne Lücke im neuen Postfach an.

Und wenn die alte Agentur mauert oder gar nicht mehr erreichbar ist? Bleib sachlich und schriftlich: Fordere Domain-Freigabe, Zugänge und Daten mit einer klaren Frist an, am besten per E-Mail und zusätzlich per Post. Meistens löst schon das die Blockade - niemand will Ärger wegen einer Domain, die ihm nicht gehört. Hilft das nicht, kennt dein künftiger Anbieter den formalen Weg für den Umzug und unterstützt dich dabei.

05Erst kündigen, wenn das Neue steht

Der häufigste Fehler beim Wechsel ist die falsche Reihenfolge: erst kündigen, dann einen Nachfolger suchen. Deine Website geht nicht offline, weil du wechselst - sondern wenn du kündigst, bevor der nächste Auftritt steht. Lass die kommende Seite parallel bauen, solange die alte normal weiterläuft. Erst wenn alles bereit ist, zieht die Domain um - und die alte Seite wird in dem Moment abgelöst, in dem die nächste erreichbar ist.

Fair bleiben gehört auch dazu: Bezahl die alte Agentur bis zum Vertragsende und kommuniziere den Wechsel sachlich. Die meisten Übergaben laufen unspektakulär, wenn beide Seiten wissen, woran sie sind - und eine saubere Trennung ist auch in deinem Interesse, falls du später noch einmal eine Frage zu Zugängen oder Altdaten hast.

06Fazit: kläre das Eigentum, bevor es brennt

Am entspanntesten wechselt, wer die Eigentumsfragen geklärt hat, bevor es nötig wird. Prüf deshalb am besten heute, nicht erst im Streitfall: Läuft die Domain auf deinen Betrieb? Hast du die wichtigsten Zugänge? Kämst du an deine Inhalte heran? Drei Fragen, eine ruhige halbe Stunde - und aus dem gefürchteten Agenturwechsel wird ein Projekt mit Checkliste.

Dein nächster Schritt: Nimm die Merkliste aus Abschnitt 03 und fordere an, was dir fehlt - freundlich, schriftlich, mit Frist. Und wenn du dabei schon Angebote vergleichst, stell jedem Anbieter die eine Frage: Was passiert, wenn ich gehe? Wir bei Apollon beantworten sie so: Domain, Inhalte und Zugänge gehören dir von Anfang an, im Monatstarif ist der Vertrag jederzeit kündbar, und eine längere Laufzeit wählst du nur freiwillig gegen Rabatt. Diese Antwort darfst du von jedem verlangen.

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