Wer deine Website öffnet, will drei Dinge wissen: Was machst du, was kostet es, und wie erreicht man dich? Eine gute Betriebs-Website beantwortet diese drei Fragen schnell und ehrlich. Für vieles andere, was dir unterwegs angeboten wird, gilt: kannst du dir sparen.
01Die drei Fragen, die jeder Kunde hat
Niemand surft zum Vergnügen auf der Website eines Malerbetriebs oder einer Kanzlei. Wer dort landet, hat ein Anliegen: ein undichtes Fenster, ein Termin, ein Umbau. Deine Website hat in diesem Moment genau eine Aufgabe: zeigen, dass du das Anliegen lösen kannst, was es ungefähr kostet und wie der nächste Schritt aussieht.
Geh deine Seite einmal mit diesem Blick durch. Steht auf der Startseite in einem Satz, was du machst und für wen? Findet man eine Preis-Orientierung, ohne zu suchen? Steht die Telefonnummer oben und im Fußbereich? Wenn eine der drei Fragen offen bleibt, weißt du, wo du anfangen musst.
02Diese Seiten reichen für den Anfang
Eine Betriebs-Website braucht keine zwanzig Unterseiten. Für die meisten Betriebe vor Ort reichen fünf: eine Startseite, eine Leistungsseite, eine Preisseite, eine Kontaktseite und eine kurze Seite über dich und dein Team. Die Startseite sagt in einem Satz, was du machst und für wen. Die Leistungsseite beschreibt deine wichtigsten Arbeiten. Die Kontaktseite nennt Telefon, Adresse, Öffnungszeiten und Anfahrt.
Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung, beides ist Pflicht. Mehr nicht. Jede weitere Seite muss sich ihren Platz verdienen: Sie braucht einen Grund, echte Inhalte und jemanden, der sie aktuell hält.
Bei den Preisen zögern viele Inhaber: Was, wenn die Konkurrenz mitliest? Die kennt deine Preise längst. Wichtiger ist, dass ein Kunde eine ehrliche Orientierung bekommt. Ein Rahmen wie „ab“ oder „je nach Umfang“ filtert die Anfragen heraus, die ohnehin nicht zu dir passen, und erspart dir Telefonate, die nirgendwohin führen.
03Klare Texte, echte Fotos
Schreib so, wie du am Tresen oder auf der Baustelle redest. Nicht „Wir bieten kundenorientierte Lösungen im Bereich Sanitär“, sondern „Wir reparieren Bäder, bauen sie um und machen sie altersgerecht“. Kurze Sätze, konkrete Arbeiten, keine Floskeln. Wenn ein Satz genauso auf der Website jedes anderen Betriebs stehen könnte, streich ihn.
Bei den Fotos gilt dasselbe: ehrlich schlägt perfekt. Ein ordentliches Handyfoto von deiner Werkstatt, deinem Gastraum oder deinem Team wirkt stärker als jedes gekaufte Stockfoto, weil man ihm glaubt. Niemand erwartet Hochglanz von deinem Betrieb, aber jeder merkt, wenn das lächelnde Team auf der Startseite aus einer Bilddatenbank stammt.
Plane dafür einen halben Tag ein: aufräumen, bei Tageslicht zwanzig Fotos machen, die fünf besten aussuchen. Das ist keine Kunst, aber es sind ein paar der wertvollsten Stunden, die du in deine Website stecken kannst.
04Auf dem Handy entscheidet sich alles
Ein großer Teil deiner Besucher kommt mit dem Handy: abends auf dem Sofa, unterwegs, manchmal direkt vor deiner Tür. Wenn deine Seite dort nicht funktioniert, verlierst du genau die Kunden, die in diesem Moment etwas von dir wollen.
Drei Dinge müssen auf dem Handy sitzen: Die Seite lädt schnell, die Telefonnummer lässt sich antippen und startet den Anruf, und die wichtigsten Infos sind ohne Zoomen lesbar. Also Leistungen, Preise und Öffnungszeiten, nicht erst nach drei Menü-Ebenen, sondern dort, wo der Daumen sie findet.
Der Test kostet dich zwei Minuten: Nimm dein eigenes Handy, öffne deine Seite und versuche, dich selbst anzurufen und deine Öffnungszeiten zu finden. Wenn du dabei zoomen, suchen oder raten musst, geht es deinen Kunden genauso.
05Was du dir sparen kannst
Genauso wichtig wie die Frage, was auf die Website gehört, ist die Frage, was nicht. Vieles, was in Angeboten und Baukästen nach „mehr“ aussieht, kostet Geld und Pflege, ohne dir einen einzigen Kunden zu bringen.
Kannst du dir in den meisten Fällen sparen:
- Bilder-Slider auf der Startseite: Kaum jemand wartet auf das zweite Bild. Ein gutes Foto reicht.
- Newsletter und Pop-ups: Wer einen Handwerker sucht, will keinen Newsletter abonnieren.
- Ein Blog ohne Plan: Drei Artikel und dann Stille wirken schlechter als gar kein Blog.
- Aufwendige Animationen und Effekte: Sie machen die Seite langsam und helfen niemandem.
- Mehrsprachigkeit auf Verdacht: Übersetze erst, wenn du wirklich Kunden in anderen Sprachen bedienst.
Die Regel dahinter ist einfach: Alles auf deiner Website muss einem Kunden helfen, dich zu beauftragen. Was das nicht tut, fliegt raus oder kommt gar nicht erst drauf.
06Fazit: Fang mit einem Blatt Papier an
Eine gute Betriebs-Website ist kein Hexenwerk: klare Antworten auf die drei Kundenfragen, eine Handvoll Seiten, ehrliche Texte, echte Fotos und ein Auftritt, der auf dem Handy sitzt.
Der beste nächste Schritt kostet nichts: Nimm ein Blatt Papier und beantworte die drei Fragen schriftlich. Was machst du, und für wen? Was kosten deine häufigsten Arbeiten, wenigstens als Rahmen? Wie sollen Kunden dich erreichen? Mit diesem Blatt kannst du selbst bauen oder beauftragen, in beiden Fällen wird das Ergebnis besser. Und wenn du das Projekt lieber in eine Hand gibst: Genau mit diesen drei Fragen fängt auch bei uns von Apollon jedes Website-Projekt an.


